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Leitfaden Härtefallantrag in Niedersachsen

FairBleib SüdniedersachsenLeitfaden Härtefallantrag in Niedersachsen

Der „Leitfaden für einen Härtefallantrag in Niedersachsen“ richtet sich an Flüchtlinge ohne sicheren Aufenthaltstitel und alle Projekte der Integrationsarbeit in Niedersachsen. Er informiert über die Möglichkeit und das Verfahren eines Härtefallantrages für von Abschiebung bedrohte Flüchtlinge.

Wenn eine Person kein Aufenthaltsrecht bekommt, alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft sind und eine Verpflichtung zur Ausreise besteht, kann ein Härtefallantrag gestellt werden. Wenn die Ausreise für sie wegen einer sehr guten Integration in Deutschland eine besondere Härte darstellen würde, kann auf der Grundlage eines Härtefallantrags ein Aufenhaltstitel zuerkannt werden.  Der Antrag ist oft die letzte Möglichkeit einen Aufenthaltstitel zu bekommen, wenn es ansonsten keinen gesetzlichen Zugang dazu gibt.

Der „Leitfaden Härtefallantrag in Niedersachsen“ informiert über das Verfahren, die notwendigen Dokumente und darüber, worauf es beim Stellen eines Härtefallantrags ankommt.

Oft scheitern Härtefallanträge nur an fehlenden Dokumenten oder einer zu oberflächlichen Schilderung. Oft wird fälschlicherweise die Situation im Herkunftsland, nicht die eigene Integration in Deutschland geschildert. Oft fehlen notwendige Belege. Dies kann zur Ablehnung eines Antrages führen, auch wenn eine besondere Härte gegeben ist. Um dies zu verhindern hat das Institut für Angewandte Kulturforschung e.V. (ifak) 2013 im Rahmen des Projektes FairBleib Südniedersachsen den „Leitfaden Härtefallantrag in Niedersachsen“ herausgeben.

Keine Dolmetscher für Flüchtlinge vorhanden

Keine Dolmetscher für Flüchtlinge vorhanden

Bildungsgenossenschaft warnt vor erheblichen Versorgungslücken vor Ort

Die Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG (BIGS) weist nach Ankunft erster syrischer Flüchtlinge in den Gemeinden der Region Südniedersachsen auf Integrationsprobleme durch das Fehlen eines qualifizierten Dolmetschdienstes hin. Hierdurch kämen viele bestehende Hilfsangebote nicht bei den Betroffenen an, weil Fallmanager und Hilfesuchende sich nicht verständigen könnten.

Göttingen, 2. Oktober 2013. Zwei Wochen nach ihrer Ankunft in Deutschland sind die ersten syrischen Flüchtlinge aus dem Langer in Friedland auf die aufnehmenden Gemeinden verteilt worden. Die Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen (BIGS) beobachtet nun erhebliche Schwierigkeiten bei der Integration vor Ort: „Wir wissen von Flüchtlingen, die kein Geld zur Sicherung ihres Lebensunterhalts beantragen können, weil die deutschen Formulare ihnen nicht in ihrer Muttersprache erklärt werden konnten“, berichtet Mathis Weselmann, Mitarbeiter der BIGS im Projekt SprInt Südniedersachsen. Durch Schwierigkeiten wie diese könnten die Flüchtlinge teilweise weder ihren Anspruch auf Arbeitslosengeld II noch auf Besuch eines Deutschkurses wahrnehmen. Weselmann befürchtet, dass hierdurch schwerwiegende Probleme entstehen: „Es ist wahrscheinlich, dass viele Flüchtlinge durch die Maschen des sozialen Netzes fallen und eine gelungene Integration schon in den ersten Wochen verspielt wird.“

Als einen ersten Schritt fordert Weselmann die Einrichtung eines Vermittlungsdienstes für Dolmetscher, den Hilfsdienste und Behördenmitarbeiter in Anspruch nehmen können. Seit der Einstellung des Dolmetschdienstes im Migrationszentrum Göttingen fehle ein solches Angebot: „Wir brauchen wieder eine zentrale Telefonnummer wie die des Migrationszentrums, die Hilfsdienste und Behördenmitarbeiter anrufen können, wenn sie sprachliche Unterstützung benötigen.“ In der Pflicht seien Landkreise und Kommunen: „Die Verfügbarkeit von Sprachmittlern stellt die Wirksamkeit öffentlicher Hilfen sicher; Sie ist schon deswegen eine öffentliche Aufgabe – auch im Hinblick auf die politisch immer wieder geforderte Willkommenskultur.“

Das Migrationszentrum der Diakonie Göttingen hatte in den vergangenen Jahren einen Dolmetschdienst für Behörden und soziale Einrichtungen angeboten. Dieser wurde nach eigener Aussage in den vergangenen Jahren immer weiter zurückgefahren und im Sommer 2013 eingestellt. Im Hintergrund stehe der Wegfall von arbeitsmarktpolitischen Instrumenten, über die der Dienst zuvor finanziert wurde.

Im Rahmen des vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geförderten Projektes „Interkultureller Dialog durch SprInt Südniedersachsen“ setzt sich die BIGS seit 2012 für die Einrichtung eines Angebots professioneller Sprach- und Integrationsmittlung (SprInt) in der Region ein. Das Projekt wird im Rahmen des bundesweiten Verbundprojektes „SprInt Transfer“ der Diakonie Wuppertal gefördert durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge aus Mitteln des Europäischen Integrationsfonds.

Die Bildungsgenossenschaft Südniedersachen eG ist ein Zusammenschluss von aktuell 26 Bildungsanbietern aus der Region Südniedersachen. Ihr Ziel ist es, die Qualität des Bildungsangebots in der Region und den Zugang zu Bildungsangeboten zu verbessern. Ein Inhaltlicher Schwerpunkt ist seit Jahren die Arbeit mit Migrantinnen und Migranten, z.B. im Projekt FairBleib Südniedersachsen.

Kontakt: Mathis Weselmann, Projekt SprInt Südniedersachsen, Tel.: 0551 4886413, m.weselmann@www.bildungsgenossenschaft.de

Weitere Informationen zur BIGS: http://www.bildungsgenossenschaft.de

– zur redaktionellen Verwendung freigegeben –

Presseecho:

Meldung im Stadtradio Göttingen: http://www.stadtradio-goettingen.de/permalink_to?objid=e17636

Bericht in der HNA: http://www.hna.de/lokales/goettingen/hilfe-fluechtlinge-durch-dolmetscherdienst-3149363.html

Bericht im Stadtradio Göttingen von 31.10.2013: Permalink

 

Der BIGS Newsletter April 2013 ist da!

BIGS Newsletter April 2013

Der BIGS Newsletter April 2013 der Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG (BIGS) mit aktuellen Meldung aus unseren Projekten und dem Netzwerk ist erschienen.  Die Themen dieser Ausgabe:

  • FairBleib Integrationspreis für Milos Ilic und Christian Baur
  • Mikroprojekt verlängert: Bildungs- und Studienberatung
  • BfGoe stellt Jobstarter–Antrag
  • Sonderpreis Medienkompetenz für die LEB
  • ifas stellt Angebot vor: Gesundheitsmanagement für Betriebe und soziale Einrichtungen
  • Aktuelles Angebot der LEB: Qualifizierung zur Gästeführer/in

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