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Ankündigung: Bilanzveranstaltung FairBleib Südniedersachsen

FairBleib SüdniedersachsenAnkündigung: Bilanzveranstaltung FairBleib Südniedersachsen

Nach fünf Jahren erfolgreicher Arbeit präsentiert das Netzwerkprojekt FairBleib Südniedersachsen seine Ergebnisse im Rahmen einer Bilanzveranstaltung. Die Veranstaltung wird am

Montag, den 20. Januar 2014 um 12:00 Uhr im Ratssaal der Stadt Göttingen

stattfinden. Eingelanden sind Politik, Verwaltung und Experten aus der Integrationsarbeit.

In den vergangenen fünf Jahren hat das Projekt FairBleib Südniedersachsen gezielt Bleibeberechtigte und Flüchtlinge in den Landkreisen Göttingen, Northeim und Osterode bei der Suche nach Arbeit unterstützt. Die Projektpartner beraten und unterstützen Betroffene, sensibilisieren Behörden im Hinblick auf ihre Bedürfnisse und werben potentielle Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe. Neben der Bildungsgenossenschaft sind die Beschäftigungsförderung Göttingen, die Bildungsvereinigung Arbeit und Leben, das Institut für angewandte Kulturforschung und die Jugendhilfe Göttingen beteiligt.

Die Teilnehmer erwartet eine spannende Podiumsdiskussion mit wichtigen Akteuren aus der Region und Politik. Außerdem haben sie die Möglichkeit, sich über unsere Produkte und Schulungen, die aus dem Netzwerkprojekt entstanden sind, im Foyer zu informieren und Fragen an unsere Mitarbeiter aus dem Projektverbund zu stellen.

Frau Ita Niehaus die Veranstaltung moderieren.

Ablauf der Veranstaltung

12.00 Uhr Eröffnung und BegrüßungDr. Dagmar Schlapeit-BeckDezernat C – Kultur und Soziales, Stadt Göttingen
12.10 Uhr Erfolge und Perspektiven der Bleiberechtsprogramme des BMASBarbara Schmidt (Programmleitung)Bundesministerium für Arbeit und Soziales Abteilung VI, Gruppe Europäische Fonds für Beschäftigung Referat EF2 – ESF, Programmumsetzung/-management
12.30 Uhr FairBleib Göttingen und FairBleib Südniedersachsen – 5 Jahre BilanzChristina Hammer (Projektkoordination)FairBleib SüdniedersachsenBildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG
13.00 Uhr Praxisfelder erfolgreicher ZusammenarbeitArbeitgeber und Teilnehmer berichten
13.30 – 14.30             Pause
14.30 Uhr Zur Position der niedersächsischen Landesregierung im Umgang mit Flüchtlingen, Perspektiven einer möglichen LandesförderungAlpetin Kirci, Niedersächsische Staatskanzlei, Verbindungsbüro zur Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe
14.45 Uhr Berufliche Ausbildung junger Geduldeter in Deutschland, Befunde aus einem laufenden Forschungsprojekt des IABAngela Bauer, wissenschaftliche Mitarbeiterin,Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit Forschungsbereich Bildungs- und Erwerbsverläufe
15.15 Uhr PodiumsdiskussionChristel WemheuerOrdnungsdezernentin Landkreis GöttingenSiegfrid LieskeOrdnungsdezernent Stadt Göttingen

Gerhard Walter

Oberbürgermeister, Stadt Herzberg am Harz

Ralf-Rüdiger Thalacker

Fachdienstleiter im Fachbereich Soziales, Landkreis Northeim

Dr. Dursun Tan

Niedersächsische Staatskanzlei Referat 01, Grundsatzfragen und Koordinierung Migration und Teilhabe

Dr. Holger Martens

Projektkoordination FairBleib Südniedersachsen, Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG

Anmeldung

Anmeldungen sind bei Frau Christina Hammer möglich.
Tel.: 0551 49569437
Mail: c.hammer@www.bildungsgenossenschaft.de

Keine Dolmetscher für Flüchtlinge vorhanden

Keine Dolmetscher für Flüchtlinge vorhanden

Bildungsgenossenschaft warnt vor erheblichen Versorgungslücken vor Ort

Die Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG (BIGS) weist nach Ankunft erster syrischer Flüchtlinge in den Gemeinden der Region Südniedersachsen auf Integrationsprobleme durch das Fehlen eines qualifizierten Dolmetschdienstes hin. Hierdurch kämen viele bestehende Hilfsangebote nicht bei den Betroffenen an, weil Fallmanager und Hilfesuchende sich nicht verständigen könnten.

Göttingen, 2. Oktober 2013. Zwei Wochen nach ihrer Ankunft in Deutschland sind die ersten syrischen Flüchtlinge aus dem Langer in Friedland auf die aufnehmenden Gemeinden verteilt worden. Die Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen (BIGS) beobachtet nun erhebliche Schwierigkeiten bei der Integration vor Ort: „Wir wissen von Flüchtlingen, die kein Geld zur Sicherung ihres Lebensunterhalts beantragen können, weil die deutschen Formulare ihnen nicht in ihrer Muttersprache erklärt werden konnten“, berichtet Mathis Weselmann, Mitarbeiter der BIGS im Projekt SprInt Südniedersachsen. Durch Schwierigkeiten wie diese könnten die Flüchtlinge teilweise weder ihren Anspruch auf Arbeitslosengeld II noch auf Besuch eines Deutschkurses wahrnehmen. Weselmann befürchtet, dass hierdurch schwerwiegende Probleme entstehen: „Es ist wahrscheinlich, dass viele Flüchtlinge durch die Maschen des sozialen Netzes fallen und eine gelungene Integration schon in den ersten Wochen verspielt wird.“

Als einen ersten Schritt fordert Weselmann die Einrichtung eines Vermittlungsdienstes für Dolmetscher, den Hilfsdienste und Behördenmitarbeiter in Anspruch nehmen können. Seit der Einstellung des Dolmetschdienstes im Migrationszentrum Göttingen fehle ein solches Angebot: „Wir brauchen wieder eine zentrale Telefonnummer wie die des Migrationszentrums, die Hilfsdienste und Behördenmitarbeiter anrufen können, wenn sie sprachliche Unterstützung benötigen.“ In der Pflicht seien Landkreise und Kommunen: „Die Verfügbarkeit von Sprachmittlern stellt die Wirksamkeit öffentlicher Hilfen sicher; Sie ist schon deswegen eine öffentliche Aufgabe – auch im Hinblick auf die politisch immer wieder geforderte Willkommenskultur.“

Das Migrationszentrum der Diakonie Göttingen hatte in den vergangenen Jahren einen Dolmetschdienst für Behörden und soziale Einrichtungen angeboten. Dieser wurde nach eigener Aussage in den vergangenen Jahren immer weiter zurückgefahren und im Sommer 2013 eingestellt. Im Hintergrund stehe der Wegfall von arbeitsmarktpolitischen Instrumenten, über die der Dienst zuvor finanziert wurde.

Im Rahmen des vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geförderten Projektes „Interkultureller Dialog durch SprInt Südniedersachsen“ setzt sich die BIGS seit 2012 für die Einrichtung eines Angebots professioneller Sprach- und Integrationsmittlung (SprInt) in der Region ein. Das Projekt wird im Rahmen des bundesweiten Verbundprojektes „SprInt Transfer“ der Diakonie Wuppertal gefördert durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge aus Mitteln des Europäischen Integrationsfonds.

Die Bildungsgenossenschaft Südniedersachen eG ist ein Zusammenschluss von aktuell 26 Bildungsanbietern aus der Region Südniedersachen. Ihr Ziel ist es, die Qualität des Bildungsangebots in der Region und den Zugang zu Bildungsangeboten zu verbessern. Ein Inhaltlicher Schwerpunkt ist seit Jahren die Arbeit mit Migrantinnen und Migranten, z.B. im Projekt FairBleib Südniedersachsen.

Kontakt: Mathis Weselmann, Projekt SprInt Südniedersachsen, Tel.: 0551 4886413, m.weselmann@www.bildungsgenossenschaft.de

Weitere Informationen zur BIGS: http://www.bildungsgenossenschaft.de

– zur redaktionellen Verwendung freigegeben –

Presseecho:

Meldung im Stadtradio Göttingen: http://www.stadtradio-goettingen.de/permalink_to?objid=e17636

Bericht in der HNA: http://www.hna.de/lokales/goettingen/hilfe-fluechtlinge-durch-dolmetscherdienst-3149363.html

Bericht im Stadtradio Göttingen von 31.10.2013: Permalink

 

Der BIGS Newsletter April 2013 ist da!

BIGS Newsletter April 2013

Der BIGS Newsletter April 2013 der Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG (BIGS) mit aktuellen Meldung aus unseren Projekten und dem Netzwerk ist erschienen.  Die Themen dieser Ausgabe:

  • FairBleib Integrationspreis für Milos Ilic und Christian Baur
  • Mikroprojekt verlängert: Bildungs- und Studienberatung
  • BfGoe stellt Jobstarter–Antrag
  • Sonderpreis Medienkompetenz für die LEB
  • ifas stellt Angebot vor: Gesundheitsmanagement für Betriebe und soziale Einrichtungen
  • Aktuelles Angebot der LEB: Qualifizierung zur Gästeführer/in

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