Archiv der Kategorie: Veranstaltung

Zusammen für einen sicheren Hafen

Am 30. Juni 2019 fand die 15. Göttinger Kulturenmesse auf dem Wochenmarkt statt.

Unter dem Zeichen der Solidarität gegen das Massensterben im Mittelmeer stand die diesjährige Kulturenmesse in Göttingen am 30. Juni 2019 auf dem Wochenmarkt. Sie wurde vom Integrationsrat Göttingen zusammen mit verschiedenen Göttinger Vereinen und Gruppen wie dem Lampedusa-Bündnis Göttingen und der Seebrücke Göttingen organisiert und setzte sich dafür ein, dass die Stadt zum „Sicheren Hafen“ für Geflüchtete wird. Bundesweit haben sich schon 83 Städte zu „Sicheren Häfen“ erklärt, womit sie ihrer Bereitschaft Nachdruck verleihen, zusätzliche aus Seenot gerettete Menschen aufzunehmen.

Die Kulturenmesse präsentierte zum 15. Mal das bunte kulturelle Bild in Göttingen. An über 30 Ständen stellten sich vielfältige Migrantenselbstorganisationen, Beratungseinrichtungen, Flüchtlingsinitiativen sowie politische und kulturelle Gruppen vor. Auch in diesem Jahr war die Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen in vielerlei Hinsicht Teil der Kulturenmessen. So nahmen neben der Geschäftsstelle auch verschiedene Institutionen der Bildungsgenossenschaft wie die Beschäftigungsförderung Göttingen, die VHS und das Institut für angewandte Kulturforschung mit ihren Projekten die Veranstaltung teil. Die BIGS-Geschäftsstelle informierte insbesondere zu den Themen der Anerkennungsberatung, der Bildungsberatung, wie auch zu dem Verbundprojekt FairBleib.

Auch in den kommenden Jahren wird sich die Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen mit ihren Mitgliedern für eine tolerante und weltoffene Gesellschaft einsetzen sowie Ratssuchende aus anderen Ländern bei der Integration unterstützen.

FACHTAGUNG „10 Jahre ESF-geförderte Programme für Flüchtlinge“

Auf dem überaus erfolgreichen Fachtag zur Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen forderten alle Beteiligten: Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten muss frühzeitig beginnen. Rechtliche Benachteiligung muss beseitigt werden.

Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten muss frühzeitig beginnen. Rechtliche Benachteiligung muss beseitigt werden.

Die Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG (BIGS) setzt im Rahmen der ESF-Integrationsrichtlinie Bund das Netzwerkprojekt „FairBleib Südniedersachsen-Harz“ um und berichtet von der erfolgreichen Fachtagung…

Fachkonferenz im Kreishaus „Rechte Ideologien – Das Frauen- und Familienbild im Fokus“

Gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen hat die Ländliche Erwachsenenbildung in Niedersachsen e.V. am 26. Februar 2019 eine Fachkonferenz zum Thema „Rechte Ideologien – Das Frauen- und Familienbild im Fokus“ durchgeführt.

Der Rechtsruck in unserer Gesellschaft ist deutlich spürbar. Auch geschlechterrelevante Themen bekommen immer mehr Bedeutung, innerhalb des rechten Spektrums. Mit diesen Herausforderungen beschäftigte sich die Veranstaltung, die von der LEB in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle des Landkreises Göttingen, der Stelle zur Förderung von Vielfalt, Demokratie und Toleranz des Landkreises Göttingen sowie der Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG organisiert wurde.

Qualifizierte Referentinnen haben zu den Themen „Anti-Gender“, „Völkische Siedler*innen“ und „Christliche Fundamentalist*innen, Lebensschützer*innen und Gegner*innen einer angeblichen Frühsexualisierung von Kindern“ informiert. Nach einer Begrüßung durch den Landrat Bernhard Reuter hielt Constanze Kaupert (Archiv der Jugendkulturen e.V. aus Berlin) den einleitenden Vortrag. Des Weiteren waren Laura Schenderlein von dem Mobilen Beratungsteam Potsdam und Eike Sanders vom Antifaschistischen Pressearchiv und Bildungszentrum e.V. als Referentinnen für die Workshops vertreten.

„Die Rolle von Frauen in der rechten Szene wird oft unterschätzt. Auch in den Medien werden extrem rechte Akteurinnen oftmals lediglich als Mitläuferinnen, Freundinnen, Ehefrauen harmlos, unpolitisch und unbedeutend dargestellt. Diese Verharmlosung von Frauen in der rechten Szene ist ganz klar eine sexistische Stereotype und wird vor allem der tatsächlichen Rolle, die Frauen spielen nicht annährend gerecht“, fasst die Referentin des Archivs der Jugendkulturen e.V. aus Berlin zusammen.