Archiv der Kategorie: In eigener Sache

Neues Gesicht in der Geschäftsstelle der BIGS

Mein Name ist Florian Kautter, ich arbeite seit Februar hier bei der BIGS als Projektassistent bei derKoordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen und als Verwaltungskraft im Bereich Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung Südniedersachsen-Harz (AQSH). Ich bin 47 Jahre alt und habe schon in München, Berlin, Köln und in der Nähe Hamburgs gewohnt, bin also viel in Deutschland rumgekommen und auch einiges an Erfahrungen gesammelt. Unter anderem habe ich im Schul-, Kultur- und Politikbereich gearbeitet und vielfältige Erfahrungen gesammelt, die ich nun in der BIGS einbringen kann.

2022 bin ich nun mit meiner Frau und meinen beiden Kindern nach Göttingen gezogen und freue mich jetzt über die vielfältigen Aufgaben, die in der BIGS auf mich zukommen. Besonders der Bereich Demokratieförderung liegt mir sehr am Herzen, da ich immer politisch interessiert und aktiv war und in den letzten Jahren steigend in Sorge bin, wie bedroht das friedliche, demokratische Miteinander heute wieder zu sein scheint.

Mit Kontinuität und Kooperation in eine neue Generation

Bei der diesjährigen Generalversammlung der Bildungsgenossenschaft war der Generationswandel sowohl bei den Mitgliedern als auch den Geschäftsstellenmitarbeitern spürbar. Dieses Zusammenspiel von Erfahrung und neuen Ideen fördert den Genossenschaftsgedanken und bringt die im letzten Jahr begonnenen Impulse voran.

Der formelle Teil der Genossenschaftsversammlung begrenzte sich wie schon im Vorjahr auf das Notwendigste. Die BIGS präsentierte sich 2018 weiterhin in einer wirtschaftlich stabilen Lage, bei der auch die Mitgliederzahlen sich kaum veränderten. So konnte die BIGS mit dem Alphazentrum, dem Evangelischen Verein für Bildung und Dialog sowie dem Flüchtlingsrat Niedersachsen drei neue Mitglieder in ihren Reihen begrüßen.

Nichtsdestotrotz wurde und wird die Vorstandsarbeit im letzten, aber auch in diesem Jahr stark von personellen Veränderungen geprägt. Diese Neustrukturierungen werden die Arbeit der Geschäftsstelle bis ins Jahr 2020 hinein begleiten.  Aber auch bei den Mitgliedern der BIGS sind die personellen Veränderungen sichtbar. In dieser Situation ist eine Stärkung des Genossenschaftsgedankens immanent. Im letzten Jahr wurde damit durch die Initiierung zweier Perspektivworkshops begonnen. Ihr Resultat war die Einrichtung von neuen Arbeitsgruppen. Neben den bisherigen AGs zur berufliche und politischen Bildung wurden die AGs Migration/ Integration und Wertschöpfung ins Leben gerufen. Während drei Arbeitsgruppen sich auf thematische Arbeitsbereiche der Genossenschaft konzentrieren, zielt die AG Wertschöpfung auf eine Stärkung der BIGS im operationalen Sinne.

Im Zentrum des zweiten Teils der Genossenschaftsversammlung, der von Monika Wolff moderiert wurde, stand die Weiterentwicklung der Arbeitsgruppen. Nach einer kurzen Vorstellung der einzelnen Bereiche wirkten die Anwesenden aktiv an der weiteren Ausgestaltung der Gruppen mit. Nur im Zusammenspiel der Genossen kann auf diese Weise der genossenschaftliche Charakter erhalten werden, den die Mitglieder der BIGS als einzigartiges Charakteristikum in Deutschland schätzen. Statt allein auf die Konkurrenz untereinander zu beharren, fördert die BIGS durch dieses Zusammenwirken eine produktive, bereichernde und kooperative Bildungsarbeit in der Region Südniedersachsen. Aus diesem Grund sprachen sich alle für eine Fortführung der Arbeit in dieser thematischen Aufgliederung aus.

 Am Nachmittag wurde die Versammlung durch den Vortrag von Peter Pawlowski (P.O.S. Kresin Design gGmbH) über Werbeaktivitäten und –strategien am Beispiel der Volkshochschule Göttingen-Osterode am Harz bereichert. Die Anwesenden erhielten Anregungen zu Strategien, bisherige und neue Kunden effektiver für ihre Bildungsarbeit zu gewinnen.

Das Format der diesjährigen Versammlung wurde von den Genossen sehr positiv bewertet, da trotz des Generationswechsels dem Genossenschaftsgedanken neue Impulse gegeben wurden. Die Arbeit darf und wird hier nicht stehen bleiben, da für konstruktive Ergebnisse die ständige Weiterentwicklung der BIGS notwendig ist. Nur auf dieses Weise lässt sich dieses deutschlandweit einzigartige Konstrukt erhalten.