Archiv der Kategorie: Allgemein

Ankündigung der „Fairen Woche“ 2019

Die „Faire Woche“ findet 2019 vom 13. bis 27. September statt. Engagierte aus unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft machen bei diesen bundesweiten jährlichen Aktionstagen vielerorts mit ihren Aktionen auf Ideen und Umsetzung des Fairen Handels aufmerksam.

In der Region Göttingen engagieren sich viele Menschen für den Fairen Handel – Stadt und Landkreis Göttingen sind seit 2013 „Fairtrade-Town“ und bilden gemeinsam mit dem Entwicklungspolitischen Informationszentrum (EPIZ), der Contigo Fairtrade GmbH, dem Weltladencafé Göttingen, dem Evangelischen Kirchenkreis Göttingen und der Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen (BIGS) die „Fairtrade-Region Göttingen“. Seit April 2017 unterstützt auch die „Koordinationsstelle kommunale Entwicklungspolitik“ für Stadt und Landkreis den Fairen Handel.

Zur Fairen Woche wird es auch in diesem Jahr in Stadt und Landkreis Göttingen Ausstellungen, Filmvorführungen, Sportereignisse, Verkostungs-Aktionen und vieles mehr geben. Das Programm finden Sie ab Mitte August hier. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

21. DIE-Forum Erwachsenenbildung: Regionale Weiterbildung gestalten. Disparitäten überwinden.

Am 3. und 4. Dezember 2018 fand in Bonn das 21. DIE-Forum Weiterbildung mit dem Themenschwerpunkt „Regionale Weiterbildung gestalten. Disparitäten überwinden“ statt. Teilgenommen von der BIGS hat Dr. Holger Martens mit einem Fachvortrag zum Thema „Demografischer Wandel in Südniedersachsen. Herausforderungen und Handlungsbedarfe für die Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG / BIGS“.

Zentrale inhaltliche Ansatzpunkte des Forums sind die unterschiedlichen regionalen Situationen hinsichtlich Wirtschaftskraft und demografischer Entwicklung. Daraus abgeleitet ergeben sich Unterschiede bei den Einkommens- und Aufstiegschancen, soziale Teilhabe und soziale Sicherung. Stichpunkte dazu sind Mobilität, Bildungsangebots-, Gesundheitsversorgung etc. Die Unterschiede liegen nicht so sehr zwischen den Bundesländern, sondern zwischen den ländlich und städtisch geprägten Regionen. Das DIE-Forum 2018 hatte sich zum Thema folgende Fragestellungen gegeben:

„Wie stark ist Weiterbildung von regionalen Entwicklungsdynamiken betroffen? Welche Auswirkungen haben sie auf Teilnahmechancen und Bildungsangebote?

Welches Potenzial hat Weiterbildung für die Regionalentwicklung? Was kann sie für `herausgeforderte´, wirtschaftlich und infrastrukturell schwache Regionen Leisten? Kann sie Regionen Impulse geben, die unter hoher Arbeitslosigkeit, alternder Bevölkerung und Abwanderung leiden?

Wie kann Politik Förderprogramm und Gesetzgebung für ein flächendeckendes Weiterbildungsangebot sorgen und regionale Entwicklungsprozesse unterstützen?“

Ähnliche Fragen werden aktuell in der AG Politische Bildung der BIGS gestellt. Es sind Fragestellungen, die zumindest schon seit dem Aufbau und der Durchführung des bisher größten Bildungsnetzwerkprogramms des BMBF „Lernende Regionen – Förderung von Netzwerken“ ab 2000 gestellt und deren Beantwortung seither in verschiedenen Praxisprojekten bearbeitet werden. Die BIGS ist ein Ergebnis der Programmumsetzung „Lernende Regionen“ in Südniedersachsen. Die BIGS hat sich an diesem Programm von deren Gründung 2002 bis 2008 beteiligt. Auf dem DIE-Forum waren Erfahrungsbeispiele aus der Zeit der Programmumsetzung „Lernende Regionen“ sehr geschätzt, insbesondere Erfahrungen, die den Kontext Bildung und Regionalentwicklung umfassen. Auf diesen Erfahrungen kann bei zukünftigen Entwicklungen zum Abbau von regionalen Disparitäten aufgebaut werden.

Die BIGS bei der Integrations- & Demografie-Konferenz des Landkreises Göttingen

Der Landkreis Göttingen veranstaltete am 10. November 2018 die Integrations- & Demografie Konferenz in Osterode am Harz.

Die Konferenz zum Thema „Demografie und Integration im ländlichen Raum“ verfolgte das Ziel, dem Problem einer stark alternden Bevölkerung in ländlichen Gebieten und gleichzeitig der Herausforderung der Integration von Geflüchteten und Migrantinnen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Die beiden gesellschaftlich-soziologischen Phänomene sollten zusammengebracht und gemeinsam behandelt werden. Es ging sowohl um die Integrationsbedingungen von Zuwanderinnen, um die Integrationsfähigkeit der Zuziehenden und der Einheimischen, als auch um das Potenzial einer vielfältig zusammengesetzten Bevölkerung. Der Fokus lag auf der Entwicklung von Möglichkeiten und Ideen der Teilnehmerinnen zur Mitgestaltung des Strukturwandels in ländlichen Gebieten.

Nach den fachlichen Impulsen von Gudrun Kirchhof und Prof. Dr. Alexander Kenneth Nagel und dem danach folgenden Erzähl-Café konnten sich zahlreich erschienenen Konferenzteilnehmer in fünf Fach-Workshops, die von Expertinnen als Referenten durchgeführt wurden, aktiv einbringen. Bei der Gestaltung und Moderation des Workshops „Arbeit integriert – Heimat ist, wo Arbeit ist?“ hat die BIGS eG, vertreten durch Natalia Hefele, aktiv mitgewirkt. Auf der abschließenden Podiumsdiskussion wurden die an dem Tag erarbeiteten Ergebnisse und Handlungsempfehlungen präsentiert.