Alle Beiträge von Tobias Schläger

Politische Bildung kennt keinen Jahresschluss

Presseinformation, 25.11.2021

Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG schafft im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen einen Miniprojektefonds

Die Demokratieförderung der lokalen Partnerschaften für Demokratie ist mit dem Problem des Jahresabschlusses des Bundes konfrontiert, durch den Projekte in den letzten Jahren spätestens bis Anfang November bewilligt sein mussten. Kurzfristigen Ideen wurde daher meist die Chance auf eine Finanzierung über das Bundesprogramm genommen. In diesem Jahr hat sich dies aber geändert. Die Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG, bei der die externe Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen angesiedelt ist, hat einen Miniprojektefonds geschaffen.

„Der Einsatz für Demokratie in unserem Fördergebiet darf nicht durch abrechnungsspezifische Regelungen anderthalb Monate vor dem Jahresende aufhören. Vielmehr bedarf es zwölf Monate im Jahr des Engagements“, hebt Tobias Schläger von der Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG hervor. Auf diese Weise haben gemeinnützige Vereine und gesellschaftlich Engagierte bis zum 18.12.2021 noch die Möglichkeit, Projekte bei der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen zu beantragen. Diese Projekte müssen jedoch bis zum 31.12.2021 beendet sein.

Es können Projekte bis zu 1.500 € bei der BIGS als Trägerin des Projektfonds für verschiedenste Ideen und Projekte im digitalen sowie analogen Rahmen beantragt werden. „Wir wollen die Chance nutzen und alle Interessierten zu demokratischen Wochen aufrufen. Wir freuen uns über jede Idee, die den demokratischen Zusammenhalt in unserem Fördergebiet voranbringt“, betont Tobias Schläger. Er steht sehr gern für weitere Informationen und Ideen telefonisch (0551/38421045) oder per Mail (t.schlaeger@bildungsgenossenschaft.de) zur Verfügung.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert die Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

Online-Fachveranstaltung „Armut ist weiblich! Feminisierung von Armut in Deutschland!“ am 18.11.2021

Das Projekt „TAfF – Teilhabe & Arbeit für Familien“ lädt zur Auseinandersetzung mit dem Thema „Armut ist weiblich! Feminisierung von Armut in Deutschland“ ein.

Information, Austausch und Diskussion stehen am Donnerstag, den 18.11.21 von 9:30 bis 12:30 Uhr auf der Agenda der Online-Veranstaltung. Zum Auftakt beleuchtet Sophie Schwab, Expertin für Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, in ihrem Impulsvortrag Fakten, Ursachen und Lösungsansätze zur Frauenarmut in Deutschland. Im Anschluss haben die Teilnehmenden Gelegenheit, sich in Kleingruppen über ihre Erfahrungen und politische Handlungsoptionen auszutauschen. In einer abschließenden Podiumsrunde diskutieren dann Expert:innen und Betroffenen-Vertreterinnen über mögliche Lösungsansätze auf kommunaler und bundespolitischer Ebene.

Link zum Programm: https://taff37.de/wp-content/uploads/2021/11/Einladung-TAfF-Fachveranstaltung.pdf

Link zur Registrierung: https://t1p.de/TAfF-Armut-ist-weiblich

Ziel von „TAfF – Teilhabe & Arbeit für Familien“ ist es, die Lebenssituation und die gesellschaftliche Teilhabe von Familien, die von sozialer Ausgrenzung und Armut bedroht sind, zu verbessern. Dazu werden Eltern bei der Aufnahme oder Ausweitung einer Beschäftigung sowie bei der Beantragung finanzieller Leistungen und der Inanspruchnahme vorhandener Hilfeangebote unterstützt.

Frauen mit Kindern sind besonders stark von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. Die Angebote von TAfF richten sich daher insbesondere an Mütter mit Kindern unter 18 Jahren, die Leistungen nach dem SGB II (Arbeitslosengeld II) oder nach dem SGB XII (Sozialhilfe) oder Kinderzuschlag beziehen bzw. hierauf einen Anspruch haben.

TAfF wird von einem starken Verbund umgesetzt: Die VHS Göttingen Osterode berät im Landkreis Göttingen, die Beschäftigungsförderung Göttingen in der Stadt Göttingen und die Werk-statt-Schule im Landkreis Northeim.

www.taff37.de // www.facebook.com/TAfF37.de

Gleichberechtigung ist unverhandelbar

Demokratiekonferenz der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen setzt ein Zeichen für Gleichberechtigung

In der letzten Woche veranstaltete die Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen ihre Demokratiekonferenz zum Thema „Demokratie (heißt) braucht Gleichberechtigung“. Bei der Veranstaltung, die zusammen mit der Ländlichen Erwachsenenbildung in Niedersachsen e.V. und der Gleichstellungsstelle im Landkreis Göttingen organisiert wurde, zeigte sich deutlich, dass bis jetzt weder in der Politik noch in der Gesellschaft die Gleichberechtigung von Frauen erreicht wurde. Schon im Eingangsvortrag von Dr. Dorothee Beck wurde die Notwendigkeit des im Grundgesetz festgelegten Gleichberechtigungsgebotes hervorgehoben. Zusammen mit Cécile Weidhofer und Dr. Andrea Jochmann-Döll wurde die Problematik in drei Workshops zu den Themen „Entgeltgleichheit und Corona – Was ist zu tun?“, „Frauen in den Parlamenten – ein langer Weg zur Parität“ sowie zu „Antifeminismus und Anfeindungen von Politikerinnen“ mit den Teilnehmenden thematisiert, diskutiert und nach Lösungsansätzen gesucht. In den Diskussionen wurde deutlich, dass Frauen sowohl in den Parlamenten als auch den politischen Parteien unterrepräsentiert sind. Auf kommunaler Ebene ist dies besonders oft der Fall. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Frauen, die politisch aktiv sind, häufiger Opfer von Diskriminierung und Anfeindungen werden. „Die Diskussionen und Workshops im Rahmen der diesjährigen Demokratiekonferenz zeigen aber auch, dass sich das Thema Gleichberechtigung natürlich nicht nur auf die politische Sphäre beschränkt. Vielmehr ist es ein gesamtgesellschaftliches Thema. Beispielhaft wird dies unter anderem an der ungleichen Bezahlung von Frauen gegenüber ihren männlichen Kollegen immer wieder greifbar,“ betonte Tobias Schläger von der externen Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen, welche bei der gemeinnützigen Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG liegt. 

„Neben der Thematisierung der immer noch bestehenden Ungleichberechtigung sind die Schaffung von Regularien wichtig, um eine Änderung der gegebenen Situation herbeizuführen“, hebt Tobias Schläger vor. Immer wieder sei bei der Konferenz die Schaffung von Quoten sowohl in der Politik als auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen als wichtiges Mittel genannt worden. „Eine Quote allein ist aber nicht die Lösung. Wichtig ist weiterhin auch die Vernetzung der Akteurinnen“, so Herr Schläger weiter. Hierfür will sich die Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen auch in den kommenden Jahren einsetzen. Sie bietet gemeinnützigen Vereinen an, mit ihnen Ideen und finanzielle Unterstützung für gemeinsame Projekte zur Stärkung dieses wichtigen gesellschaftlichen Themas auf den Weg zu bringen. Sehr gern können sich Engagierte aus dem Landkreis hierfür bei Tobias Schläger von der Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie (0551/384210-45/ t.schlaeger@bildungsgenossenschaft.de) melden.