5. Dezember 2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Jahr 2018 neigt sich dem Ende zu und wir möchten uns in diesem letzten Newsletter bei allen Genossenschaftsmitgliedern, KooperationspartnerInnen und KollegInnen für die Zusammenarbeit bedanken.

Die BIGS hat 2018 unter dem Motto "Perspektiven" die Genossenschaft aus vielfältigen Sichtweisen betrachtet und neue Wege erarbeitet. Was ist das Alleinstellungsmerkmal der BIGS? Welche Aufgaben stehen bevor? Diese Fragen wurden im zweiten Perspektivworkshop beantwortet, über den Sie einen Bericht in diesem Newsletter lesen können.

Im Zuge der Neuorientierungen wurden Arbeitsgruppen gegründet. Die AG Migration/Integration berichtet von der konstituierenden Sitzung, die am 10. Dezember stattgefunden hat.

Als neue Mitarbeiterin begrüßt die Geschäftsstelle Tessa Träger, die seit Anfang Dezember die Nachfolge von Christina Hammer angetreten hat. Sie arbeitet in den Projekten "FairBleib Südniedersachsen-Harz" und "Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung (IQ Netzwerk Niedersachsen").

Im Oktober hat die Demokratiekonferenz 2018 der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen in Duderstadt stattgefunden. 75 Teilnehmende sind zu dem Thema "Extrem ländlich – Umgang mit rechter Mobilisierung im ländlichen Raum" zusammengekommen. Die Ergebnisse der Veranstaltungen stellen wir Ihnen vor.

In der Rubrik "Die Mitglieder berichten..."

• Nächstes Jahr startet ein neuer Grundkurs systemische Beratung bei der Beschäftigungsförderung Göttingen (BFGoe)

• "Kurzfilme mit dem Smartphone herstellen": Die Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Süd berichtet vom BAGSO-Leuchtturmprojekt

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeit der BIGS-Geschäftsstelle wünschen Ihnen frohe Weihnachten, einen schönen Jahresausklang und einen guten Rutsch.

Mit freundlichen Grüßen

Philipp Kallenbach

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Blick nach vorn – Welche Aufgaben gibt sich die BIGS?

Blick nach vorn – Welche Aufgaben gibt sich die BIGS?

Über den zweiten Perspektivworkshop der Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG Die BIGS schafft einzigartige Austausch- und Kooperationsmöglichkeiten für ihre Mitglieder. Der zentrale Punkt wurde beim zweiten Zusammenkommen der Genossenschaft herausgearbeitet und die Teilnehmenden haben diskutiert, wie das Alleinstellungsmerkmal in Zukunft noch besser genutzt werden kann. Am 25. Oktober wurde zur Fortsetzung des Perspektivworkshops in die VHS Göttingen-Osterode eingeladen. 13 Institutionen haben teilgenommen …

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Aufgabe Bildungskette – Die AG Migration/Integration

Die AG Migration/Integration hat sich zu einer ersten konstituierenden Sitzung am 10.12.2018 getroffen. Neben Mitarbeitenden der Geschäftsstelle haben 12 Vertreter/innen von Genossen sowie eine Vertreterin des Jobcenters an der AG teilgenommen. Ziel dieser Arbeitsgruppe ist es, die Prozesskette der Integration für alle Beteiligten transparent darzustellen und an den Problemen der Übergänge von einer Phase in die nächste zu arbeiten. Die Prozesskette der Integration meint den möglichst lückenlosen Weg vom ersten Spracherwerb und dem Kennenlernen des neuen Lebensmittelpunktes über den Besuch von Integrations- oder MWK Kursen bis hin zur Teilnahme an weiterführenden Sprachkursen, dem Erwerb von Schulabschlüssen oder beruflichen Qualifikationen in Maßnahmen oder Ausbildungen sowie der Anerkennung von im Ausland abgeschlossener Berufs- oder Hochschulabschlüsse.

Das Netzwerk der Sprachkursträger soll dahingehend ausgebaut werden, dass von der Grundstufe bis in die höheren Kursstufen für die einzelnen Zugewanderten keine langen Wartezeiten auf die Folgekurse entstehen und sich auch im Fall einer Wiederholung der Kurs möglichst direkt anschließt. Für die Umsetzung dieses Ziels ist eine konstruktive Zusammenarbeit aller Sprachkursanbieter notwendig.  Als erste Aufgabe hat sich die AG daher darauf verständigt, Informationen über die bekannten Angebote zusammenzutragen und auch Anbietende einzubeziehen, die keine Genossen der BIGS sind.

Im Bereich berufliche Bildung hat sich die AG zum Ziel gesetzt, die bereits angebotenen Maßnahmen der verschiedenen Träger zu bündeln und transparent für alle Genossen darzustellen. An dieser Stelle gibt es Überschneidungen mit der Arbeit der AG berufliche Bildung, die aber bei guter Zusammenarbeit der Beteiligten positive Ergebnisse erbringen können.

Für die einzelnen Zugewanderten soll eine kontinuierliche Begleitung über den gesamten Zeitraum der Bildungskette erreicht werden. Auf dieses Ziel wird die AG hinarbeiten.

- Christine Müller

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Liebe Leser*innen,

seit Dezember 2018 bin ich als neue Mitarbeiterin bei der BIGS tätig und möchte mich Ihnen im Folgenden kurz vorstellen. Mein Name ist Tessa Träger und ich arbeite in zwei Projekten: Zum einen in der Anerkennungs-und Qualifizierungsberatung im IQ Netzwerk Niedersachsen mit Göttingen als Beratungsstandort und zum anderen in der Projektleitung von FairBleib Südniedersachsen-Harz.

Über das Institut für angewandte Kulturforschung e.V. (Ifak e.V.) konnte ich zuvor ebenfalls im Projekt FairBleibSüdniedersachsen-Harz Beratungserfahrung und weitere Erfahrungen im Bereich Migration und Arbeitsmarkt sammeln. Auf diese kann ich nun in meiner neuen Tätigkeit zurückgreifen.

Auch in meinem Studium an der Universität Göttingen habe ich mich in meinem Fach Geschlechterforschung viel mit dem Thema Migration befasst. Ich habe mich ihm von unterschiedlichen Seiten genähert und besonders zu Menschenhandel geforscht. Ebenfalls am Herzen liegen mir Frauenthemen, da sie heutzutage leider immer noch häufig viel zu kurz kommen oder gar Tabuthemen sind.

Ich freue mich nun auf eine gute Zusammenarbeit und darauf, Ratsuchenden auf ihrem Weg zur Anerkennung oder Qualifizierung zu unterstützen. 

Herzliche Grüße

Tessa Träger

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Vierte Demokratiekonferenz der Partnerschaft für Demokratie

Vierte Demokratiekonferenz der Partnerschaft für Demokratie

Extrem ländlich - Gemeinsam gegen Rechtsextremismus Die vierte Demokratiekonferenz der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen hat 75 Teilnehmende in Duderstadt zusammengebracht. Gemeinsam wurde unter dem Titel „Extrem ländlich – Umgang mit rechter Mobilisierung im ländlichen Raum“ über vielfältige Themen diskutiert. Erstmals haben die Partnerschaften für Demokratie aus dem Altkreis Göttingen und dem Altkreis Osterode die Konferenz gemeinsam ausgerichtet. Grußwort …

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Die Mitglieder berichten...

Perfekter Start

Kompetent beraten, orientiert am sozialen Umfeld und dem jeweiligen persönlichen Kontext des Ratsuchenden - das ist der Kern der Systemischen Beratung. In Kooperation mit dem Sozialpädagogischen Bildungswerk (Sobi) Münster, der Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen (BIGS) und der VHS bietet die BFGoe seit Mai dieses Jahres dazu eine berufsbegleitende Weiterbildung an. „Mit 17 Teilnehmenden aus Schulen, Erwachsenenbildung, Jugendhilfe und Steuerberatung hatten wir einen sehr guten Start. Auch an der Folgeveranstaltung ab Mai 2019 gibt es schon großes Interesse“, freut sich BFGoe-Veranstaltungsorganisatorin Andrea Schneider. Bereits 13 Teilnehmende haben sich für den Aufbaukurs angemeldet, vier Plätze sind noch verfügbar. Im neuen Grundkurs, der im Juni 2019 startet, stehen wieder 16 Plätze zur Verfügung.

Der "Grundkurs systemische Beratung" ist Teil einer zweijährigen Weiterbildung: Durch einen Aufbaukurs können sich die Teilnehmenden von der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapier (DGSF) zertifizieren lassen. Weitere Informationen und Anmeldung: a.schneider@goettingen.de oder Tel: 0551 400 4628.

www.bfgoe.de

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Die Mitglieder berichten...

Kurzfilme mit dem Smartphone herstellen

BAGSO-Leuchtturmprojekt führt Generationen zusammen

im Oktober und November 2018 produzierten Senioren* und Schüler gemeinsam mehrere Kurzfilme, im Rahmen einer sechswöchigen Projektphase an der Berufsfachschule Altenpflege der Bv. ARBEIT UND LEBEN Süd. Durch die BMFSJ-Förderung konnten die Teilnehmenden professionelles Filmequipment nutzen, dass aus den eigenen Smartphones Profikameras macht. „Guter Ton und ruhiges Bild sind die zentralen Säulen eines sehenswerten Kurzfilms“, so Dozent Cornelius Hantscher.

Um in kurzer Zeit eigene Filmideen zu realisieren, übten Schüler und Senioren passende Einstellungsgrößen, Bildkompositionen und die 5-Shot-Technik. Gemeinsam diskutierten sie Unterschiede zwischen typischen Home-Videos und professionellen Filmen. Dabei ging es auch immer wieder um den Stellenwert von Film in der eigenen Biografie.

Einer der jetzt entstandenen Filme beschäftigt sich mit einem fiktiven Gespräch zwischen dem 88 jährigen Großvater und seiner Urenkelin über das „gute Altern“, ein weiterer zeigt verschiedene Übungen, um im höheren Alter fit zu bleiben. Das Sportabzeichen des DSOB war Gegenstand eines dritten Films, der deutlich macht, wie wichtig Sport und Bewegung für gesundes Altern ist.

„Es ist eine tolle, engagierte Gruppe, die mit viel Freude und Elan an diesem Projekt arbeitet.“ Gerhard Jäschke, 88.

Neben der Anwendungsschulung für Senioren und Schüler ist dieses Leuchtturmprojekt eine sinnvolle Möglichkeit, Kreativität und Ideenreichtum mittels digitaler Technik zu fördern und sichtbar zu machen. Sicherer Umgang mit den Geräten, zusätzliche professionelle Mikrofone, Stative und vorab erstellte Storyboards sind unerlässliche Voraussetzungen für das Gelingen.

„Dank des Gelernten werde ich wohl in Zukunft bei meinen Filmen auf kürzere und interessantere Inhalte wertlegen.“ Günter Spörhase, 82

Die Altenpflegeschule möchte gerne in Zukunft stärker die Filmarbeit in das Curriculum integrieren. Gemeinsam mit den Senioren ist die Schule dabei, Oral-History-Formate über „Kriegskinder“ zu entwickeln. Die filmenden Senioren sind eine großartige Unterstützung und Türöffner für weitere Zeitzeugen. Auch Tutorials bzw. Demonstrationsfilme spezifischer Pflegehandlungen werden entstehen und der reflexiv-kritische Umgang mit dem Smartphone wird beleuchtet. Die Senioren möchten gemeinsam mit den Schülern über Sinn und Gefahr dieser Geräte filmische Antworten finden.

Der Dialog zwischen den Generationen ist derzeit unglaublich produktiv und macht allen Beteiligten sehr viel Freude.

„Die Filmarbeit hat mir mehrere schöne Dinge gebracht. Ich habe in der Zusammenarbeit mit älteren Menschen für mich etwas Neues entdeckt, nämlich wie viel Spaß ich beim Filmen mit dem Smartphone mit Herrn Jäschke gehabt habe.“ Margarita Pankov, 31

Ein großer Dank geht auch an das Kollegium der BFS Altenpflege. Die intensive Arbeit am Film ist nur mit einer geringen Zahl an Personen möglich. Parallel zur Filmarbeit hat deswegen die Schule mehrere Projekte organisiert, damit die Mitschüler des Filmteams ebenfalls neue Wissensformate kennenlernen konnten. Bewegung, Gesundheit und Entspannung waren Leitmotive für Einblicke in Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation, Faszientraining, Nordic Walking, Standard- und Sitztanz, Gesundes Kochen und einen Drum Circle. Vieles davon waren gleichzeitig großartige Trainingsmöglichkeiten für die Filmcrew.

„Das Filmprojekt hat mir gewisse Grundlagen mitgegeben, die ich gut umsetzen konnte. Das Arbeiten im Team ist nicht immer einfach, jedoch lerne ich sehr viel - vor allem Geduld. Geduld, Szenen auch mal 5, 6 oder gar 10 Mal zu wiederholen.“ Hammed Chehade, 31

Im neuen Jahr beenden die Filmteams ihre begonnen Projekte. In der abschließenden Postproduktion bekommen die Filme ihren letzten Feinschliff, so dass sie in einer öffentlichen Vorführung im ersten Halbjahr 2019 der Öffentlichkeit präsentiert werden können.

 

Kontakt:

Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Nds. Süd gGmbH, Berufsfachschule Altenpflege

Cornelius Hantscher (Tel.: 0551 - 49 507 32, Fax: 0551 - 49 507 25, cornelius.hantscher@aul-nds.info)

www.aul-nds.info