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Weniger Teilnehmer_innen für Integrationskurse

Weniger Personen in Göttingen nehmen neu an einem Integrationskurs teil. Die Zahl der Eingangstests zur Feststellung des Sprachniveaus ist im vergangenen Quartal stark zurückgegangen. Der Bedarf an Sprachkursen liegt damit deutlich unter den von der Verwaltung im Frühjahr prognostizierten Zahlen.

Während im März 92 Teilnehmer eingestuft wurden, waren es im April nur noch 30. Im Mai stieg die Zahl wieder leicht an auf 40 Einstufungstests. Aktuell laufen 25 Integrationskurse in Göttingen, inklusive der Alphabetisierungs- und Jugendkurse.

Die von der Bildungsgenossenschaft eingerichtete zentrale Koordinierungsstelle wurde an die geänderten Zahlen angepasst. Die im März geschaffene Teilzeitstelle zur Integrationskurskoordination wurde wesentlich über die Pauschalvergütung für das Durchführen der Einstufungstests refinanziert.

Die Bildungsgenossenschaft führt die Einstufungstests für die Integrationskursträger durch. Getestet wird das Deutschniveau der Teilnehmer, anschließend finden wir den passenden Integrationskurs. Die Stelle beinhaltet nicht nur die Durchführung der Tests und Zuweisung an einen Kursträger, sondern auch die Koordinierung des Integrationskursangebots. Somit können Bedarfe erkannt und gedeckt werden – Kurse werden schneller voll und können früher beginnen. Ein weiterer wichtiger Teil der Stelle ist die Kommunikation mit den Behörden. Das Sozialamt, das Jobcenter und die Ausländerbehörde können ihre „Kunden“ zur Teilnahme an einem Integrationskurs verpflichten und schicken sie dann zur BIGS, wo der Einstufungstest durchgeführt wird.

Bildungsgenossenschaft schließt Außenstelle in Friedland

Pressemeldung der Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG vom 19. Juni 2012

 

Bildungsgenossenschaft schließt Außenstelle in Friedland

Auslaufen der Integrationskurse beendet erfolgreiches Kooperationsmodell

 

Göttingen, 19. Juni 2012. Am kommenden Freitag, den 22. Juni 2012 schließt die Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG ihre Außenstelle im Grenzdurchgangslager Friedland. Schon am Mittwoch findet um 11:00 Uhr die Verabschiedung durch Vertreter des GDL und der dort arbeitenden Wohlfahrtsverbände statt. In den vergangenen Jahren hat die Außenstelle die Durchführung der Integrationskurse im GDL Friedland koordiniert. Da die Integrationskurse zum Ende des Jahres 2011 eingestellt wurden und die letzten Kurse im Juni ausliefen, gibt die BIGS ihre Präsenz in Friedland nun auf.

„Wir bedanken uns insbesondere beim Grenzdurchgangslager und den Wohlfahrtsverbänden für die langjährige gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit“, so Dr. Natalia Hefele, Leiterin der Außenstelle. Sie sieht die letzten Jahren als einen großen Erfolg: „Durch die Zusammenarbeit von der Kursträger konnten wir Synergien erzielen, die vor allem den Kursteilnehmern zu Gute kamen. Das Modell Friedland wurde über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus beachtet.“

Die Integrationskurse in Friedland wurden gemeinsam von acht in Stadt und Landkreis Göttingen zugelassen Kursträgern durchgeführt. Die BIGS übernahm zentrale Aufgaben wie die Kurs- und Teilnehmerverwaltung, Lehrmittelbeschaffung und Lehrerfortbildung. Beteiligt waren unter der Koordination der BIGS folgende Träger:

  • Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Süd gGmbH
  • Evangelische Erwachsenenbildung Südniedersachsen
  • Internationaler Bund e.V.
  • Kreisvolkshochschule Göttingen
  • Ländliche Erwachsenenbildung in Nds. e.V.
  • Prager Schule Göttingen gGmbH
  • Volkshochschule Göttingen e.V.
  • Zukunftswerkstatt e.V.

Die Integrationskurse  werden aus Mitteln des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) finanziert und haben einen Umfang von 645 Stunden und dienen in erster Linie dazu, die deutsche Sprache zu lernen und eine Orientierung über das Leben in Deutschland zu bekommen. Seit Beginn des Programms im September 2006 fanden in Friedland insgesamt  147 Kurse mit ca. 2.500 Teilnehmern statt. Im Durchschnitt 92% der Teilnehmer aus den regulären Kursen konnten die Kurse mit einem Sprachzertifikat erfolgreich abschließen. Bei der Mehrheit handelte es sich um Spätaussiedler und deren Familienangehörigen und jüdische Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion. Nicht zuletzt ihre geringere Zahl ist für die Einstellung der Kurse verantwortlich.

Die Bildungsgenossenschaft Südniedersachen eG ist ein Zusammenschluss von aktuell 28 Bildungsanbietern aus der Region Südniedersachen. Ihr vordringliches Ziel ist es, durch die Initiation und Verstetigung von Kooperationen im Bildungssektor, die Qualität des Bildungsangebots in der Region zu verbessern. Inhaltlicher Schwerpunkt ist seit Jahren neben der Allgemeinen und Beruflichen Bildung die Arbeit mit Migrantinnen und Migranten.

Kontakt: Dr. Natalia Hefele, Projektleiterin, Tel.: 0551 49569436, n.hefele@www.bildungsgenossenschaft.de

Weitere Informationen zur BIGS: http://www.bildungsgenossenschaft.de

Weitere Informationen zum BAMF und den Integrationskursen: http://www.bamf.de

– zur redaktionellen Verwendung freigegeben –