Demokratiekonferenz 2017 – Demokratie lernen?!

Demokratische Wertevermittlung in Unterricht und Jugendarbeit

Keiner von uns wurde als Demokrat oder als Demokratin geboren. Demokratische Einstellungen, Werte und Verhaltensweisen werden erlernt und eingeübt. Damit wird Demokratiebildung zu einem Thema für Bildungs- und Erziehungseinrichtungen. Aber was wird hier eigentlich wie vermittelt? Welche Instrumente zur Vermittlung sind geeignet? Und wie kann Störungen der demokratischen Kultur begegnet werden?

Die Demokratiekonferenz 2017 im Landkreis Göttingen möchte diese Themen anreißen und eine weitere Debatte zur Demokratiebildung anstoßen. Sie richtet sich insbesondere an Lehrerinnen und Lehrer und pädagogische Fachkräfte der Jugendarbeit sowie an die interessierte Öffentlichkeit. Wir wollen miteinander in den Austausch zu diesem Thema zu kommen, den Grundstein für zukünftige Kooperationen legen und einige konkrete Themenimpulse setzen.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Um Anmeldung (mit Angabe des gewünschten Workshops) wird bis zum 30. November 2017 gebeten! 

Anmeldung auf www.pfd-goettingen.de

Wann und Wo?

  1. Dezember 2017, 14:00 Uhr – 17:30 Uhr

Volkshochschule Göttingen-Osterode, Bahnhofsallee 7, 37081 Göttingen

Was?

Eingangsreferat: Prof. Dr. Hermann Veith, Georg-August-Universität Göttingen / Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik e.V.

Was ist Demokratiebildung? Welche Themen und Handlungsfelder hat die Vermittlung demokratischer Werte in pädagogischen Einrichtungen? Welche Spannungen bestehen möglicherweise zu den institutionellen Rahmenbedingungen besonders der Schule? Prof. Dr. Hermann Veith von der Georg-August- Universität Göttingen gibt zum Auftakt der Konferenz einen Überblick über das Themenfeld.

Workshop I – Neo-Salafismus, Islamismus und Islamfeindlichkeit in der Schule – Wie kann Schule präventiv handeln? Umgang mit Neosalafismus/Islamismus im schulischen Alltag, Claudia Schanz, Niedersächsisches Kultusministerium

Mit einer aktuellen Handreichung unterstützt das Niedersächsische Kultusministerium die schulische Präventionsarbeit im Themenspektrum Neo-Salafismus, Islamismus und Islamfeindlichkeit. Die Broschüre richtet sich an Schulen, Lehrkräfte und das weitere pädagogische Personal, informiert über grundlegende Phänomene uns stellt konkrete pädagogische und didaktische Ansätze für eine Schul- und Unterrichtskultur dar. Claudia Schanz vom Nds. Kultusministerium stellt die Handreichung vor.

Workshop II – Demokratie 2.0 – Neue digitale Vermittlungsformen für Demokratie und Toleranz, Steffen Stubenrauch-Kämpfe, Nds. Landeszentrale für Politische Bildung

Digitale Medien bieten zahlreiche Chancen und Möglichkeiten für politisches Handeln und die politische Bildung. Gleichzeitig kumulieren im digitalen Raum auch problematische Aspekte des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Die neu gegründete Niedersächsische Landeszentrale für politische gibt einen Einblick in ihre Arbeit in der „digitalen politischen Bildung“.

Workshop III – Betzavta – Ein beispielhaftes Konzept zur Demokratie- und Menschenrechtserziehung; Bernd Lüdke, Deutsche Angestellten-Akademie GmbH

Betzavta (dt.: miteinander) ist ein 1986 in Jerusalem entwickeltes Programm zur Demokratie- und Menschenrechtserziehung. Es will ein neues Verständnis für unterschiedliche Standpunkte und gesellschaftliche Konflikte wecken und so zu ihrer Bearbeitung beitragen. Für die DAA stellt Bernd Lüdke das Konzept vor.

Vorläufiger Ablaufplan:

14:00 Begrüßung durch den Landkreis Göttingen

14:10 Grußwort Kultusministerium

14:20 Vorstellung Partnerschaft für Demokratie

14:30 Eingangsvortrag „Demokratie-Lernen“

15:30 Kaffeepause

16:00 Workshops

17:00 Abschlussplenum

17:30 Geplantes Ende

 
Demokratie leben!Die Partnerschaft für Demokratie (PfD) im Landkreis Göttingen ist eine von bundesweit voraussichtlich 218 „Partnerschaften für Demokratie“ im Bundesprogramm „Demokratie leben! – Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichekeit“. Sie wird finanziert durch das Bundesamt für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

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