Homepage und Newsletter im neuen Gewand

Homepage und Newsletter im neuen Gewand

IMG_0340_2Der Newsletter der Bildungsgenossenschaft ist seit vielen Jahren ein wichtiges Instrument, um unsere Mitglieder und Kooperationspartner über unsere Aktivitäten auf dem Laufenden zu halten. Mit der Möglichkeit, Beiträge aus dem Netzwerk aufzunehmen, ist er außerdem ein wichtiges Mittel unserer Netzwerkarbeit.

Das Instrument ist aber etwas in die Jahre gekommen. Ein gedruckter Newsletter bedeutet hohen Aufwand für Redaktion und Layout – und er hat zur Folge, dass bei Verspätung einzelner Artikel oft der gesamte Newsletter verschoben werden muss. Außerdem leidet bei Verschickung als Mail die Bildqualität unter der erforderlichen Komprimierung. Das alles passt nicht so recht zu dem hohen Zeitdruck, den chronisch knappen Ressourcen für Öffentlichkeitsarbeit und den gestiegenen technischen Ansprüchen.

Wir haben uns deshalb für das zeitgemäßere Modell eines Internet-Blogs entschieden – für das Michaela Czulak und ich in Zukunft gemeinsam zuständig sind. Das bedeutet ersteinmal, dass Newsletter-Beiträge in Zukunft – ähnlich wie zum Beispiel bei Online Zeitungen  – direkt auf der Homepage der BIGS veröffentlicht werden. Alle drei Monate wollen wir mit einer kurzen Email über die jeweils aktuellsten Meldungen informieren. Ebenfalls enthalten sind ein Online-Veranstaltungskalender und die Möglichkeit für unsere Mitglieder, sich online als Mitglied des Bildungsnetzwerks zu präsentieren.

Für unsere Mitglieder und Kooperationspartner bedeutet das neue Modell, dass sie nicht mehr bis zu dem nächsten Erscheinen des Newsletters warten müssen, um aktuelle Meldungen oder Berichte einzureichen. Sie können Sie einfach per Mail an mich schicken und auf der Seite der Bildungsgenossenschaft veröffentlichen lassen. Das gleiche gilt natürlich für Termine, die wir in unseren Veranstaltungskalender aufnehmen sollen.

Damit die neuen Funktionen auf unsere Homepage www.bildungsgenossenschaft.de Platz finden, musste sie grundlegend umgestaltet werden. Das passte ganz gut, denn auch die Gestaltung der Seite ist seit ihrer letzten Erneuerung 2012 etwas in die Jahre gekommen. Wir hoffen, dass das neue Layout Ihnen gefällt. Feedback können Sie mir gern schicken an: m.weselmann@bildungsgenossenschaft.de

Mathis Weselmann
Öffentlichkeitsarbeit

Fallbeispiel: Erfolgreiche Qualifizierungsberatung

Qualifizierungsberatung führt zur vollen Anerkennung

Die Anerkennungsberatungsstelle der Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG geht jetzt ins 4 Jahr. Seit 2015 wurde das Beratungsangebot zur beruflichen Anerkennung im Ausland erworbener Abschlüsse um den Schwerpunkt der Qualifizierungsberatung erweitert. Ratsuchende die eine Teilanerkennung erhalten haben, können mit ihrem Bescheid die Qualifizierungsberatung in Anspruch nehmen. Auf der Grundlage des vorliegenden Bescheides erarbeitet der Beratende einen individuellen Qualifizierungsweg. Je nach Berufsgruppe und Bescheid sind unterschiedliche Qualifizierungen notwendig. Allein 2015 hat die Beratungsstelle 481 Erst- und Folgeberatungen zur Anerkennung und 57 Qualifizierungsberatungen umgesetzt. „Im Bereich der reglementierten Berufe ist ein Zuwachs an Antragstellungen für die Berufsgruppen Erzieherin, Gesundheits- und Krankenpflege, Lehrer und Ärzte festzustellen“, sagt Hammer. „In den meisten Fällen kann jedoch keine volle Anerkennung ausgesprochen werden, sondern nur eine Teilanerkennung.

„Die Beratungspraxis hat gezeigt, dass in vielen Fällen noch Sprachzertifikate mit dem Niveau B2 oder C1 vorgelegt werden müssen“, so Natalia Hefele, die gemeinsam mit Christina Hammer und Philipp Kallenbach die Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung anbietet. „Insbesondere im Bereich der Gesundheitsfachberufe bspw. Krankenschwestern/Krankenpfleger fehlen oft Praxisstunden und in der Theorie der Bereich der Pflege“, so Hefele. [16 Beratungen im Jahr 2015, 7 Teilanerkennungen]

Um die volle Anerkennung zu erhalten stehen den Ratsuchenden unterschiedliche Wege zur Verfügung. Das IQ Netzwerke Niedersachsen bietet allgemeine und fachbezogene sprachliche Qualifizierung und individuelle Qualifizierungsmaßnahmen in verschiedenen Fachbereichen. Die Qualifizierungen können in Form von Präsenz- und online Unterricht belegt werden.

„Im Fall einer Ratsuchenden aus Rumänien werden die sprachlichen Defizite in Form eines online-Fachsprachkurses ausgeglichen. Insbesondere für Frauen ist diese Form des Lernens sehr praktikabel, da die Ratsuchende den Unterricht von zu Hause an ihrem eigenen Rechner besuchen kann.“, so Hammer. Nach dem dreimonatigen Sprachkurs folgt ein online-Pflegekurs, der die im Bescheid aufgeführten Defizite ausgleicht.

Nicht alle Defizite können über die Qualifizierungsmaßnahmen des IQ Netzwerkes ausgeglichen werden. In diesem Fall wird ein individueller Qualifizierungsweg in Zusammenarbeit mit lokalen Bildungsträgern oder Betrieben entwickelt. „Einer Ratsuchenden aus der Russischen Föderation fehlten für die volle Anerkennung ca. 900 Praxisstunden und 300 UE Theorie. In Zusammenarbeit mit der Gesundheits- und Krankenpflegeschule des Ev. Krankenhaus-Weende, so Hefele „konnte eine individueller Qualifizierungsweg erarbeitet werden: die Praxisstunden können über die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung als Pflegehelferin auf der Pflegestation abgedeckt werden, während die Theorie über die Teilnahme des Moduls Pflege der laufenden Ausbildung ausgeglichen wird.“

Die beschriebenen Qualifizierungswege können auch für andere Berufsgruppen der reglementierten und nicht-reglementierten Berufe entwickelt werden. Festzustellen ist, dass Berufsgruppen der IHK-Berufe meistens eine volle Anerkennung erhalten. Problematisch ist hier, dass den Ratsuchenden die Berufserfahrung in Deutschland fehlt. In diesen Fällen bietet sich zunächst ein Praktikum an oder spezielle Qualifizierungsmaßnahmen lokaler Bildungsträger, die den Ratsuchenden auf die Anforderungen des deutschen Arbeitsmarktes vorbereiten.

Zu bemängeln ist, dass Antragstellungen der Berufsgruppe Erzieherin/Sozialassistentin meist negativ beschieden werden.

Partnerschaft für Demokratie fördert neue Projekte

Partnerschaft für Demokratie fördert neue Projekte

Tagung des Begleitausschusses am 08. Juni 2016

Göttingen. Auf seiner Sitzung am 8. Juni 2016 hat der Begleitausschuss der Partnerschaft für Demokratie die Förderung von vier weiteren Projekten beschlossen, die sich für ein tolerantes Miteinander einsetzen.

Die höchste Förderung erhält das Projekt der evangelisch-reformierten Gemeinde Sattenhausen, die das israelisch-libanesisch-deutsche Jazzprojekt Massaa einladen will. Der Auftritt von Massaa ist für den 14. August 2016 geplant, im Rahmen des neuen Jazzfestivals „JAZZohneGleichen“ auf Schloss Rittmarshausen. Zusammen mit mehreren Partnern wie der Jüdischen Kultusgemeinde Göttingen und dem Tourismus-Förderverein „Hurkut“ e.V. Gleichen wollen die Antragssteller damit ein Zeichen für Völkerverständigung und interreligiösen Dialog setzen.

Ebenfalls unterstützt werden ein interkultureller Kunst- und Sprachworkshop des Kultur- und Naturfördervereins Hemeln sowie zwei weitere Exkursionen der Geschichtswerksstatt Duderstadt zu historischen Stätten von Zwangsarbeit während des zweiten Weltkrieges. Die Exkursionen hatten zum ersten Mal bereits zwischen April und Mai 2016 stattgefunden und sollen wegen des großen Erfolgs wiederholt werden.

Im Verlauf der Sitzung informierten sich die Ausschussmitglieder auch über zwei bereits erfolgreich abgeschlossene Projekte: der theaterpädagogische Workshop „Bühnenbilder meines Lebens“, der durch den VNB Göttingen an der IGS Bovenden durchgeführt wurde und die Ausbildung von zehn Zivilcourage-Trainerinnen und Trainern durch den Präventionsdienst „Suchtfrei…“ e.V. aus Rosdorf.

Sorgen bereitet dem Begleitausschuss die zunehmende Verbreitung von fremden- und islamfeindlichen Vorurteilen, die ihnen teilweise in der eigenen pädagogischen Arbeit begegneten. Daher werde sich die Partnerschaft in Zukunft noch stärker um Zusammenarbeit mit Schulen und pädagogischen Einrichtungen bemühen.

Hintergrund:

Die Partnerschaft für Demokratie (PfD) im Landkreis Göttingen ist eine von bundesweit 218 „Partnerschaften für Demokratie“ im Bundesprogramm „Demokratie leben! – Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“. Sie wird finanziert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Der Begleitausschuss ist das Steuerungsgremium der Partnerschaft. Seine 17 Mitglieder wurden am 1. Juli 2015 durch Göttinger Kreistag gewählt. Sie stammen zu je einem Drittel aus der Kreisverwaltung, aus den im Kreistag vertretenen politischen Parteien und aus zivilgesellschaftlichen Einrichtung.

Die Koordinierungs- und Fachstelle in Trägerschaft der Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG (BIGS) unterstützt im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie“ zivilgesellschaftliche Vereine und Initiativen. Sie koordiniert die Partnerschaft gemeinsam mit der Stelle zur Förderung von Vielfalt, Demokratie und Toleranz des Landkreises Göttingen.